Aktuelles Düngeverordnung Herbst 2022

Aktuelles zu Düngeverordnung Herbst 2022

 

  • Düngung von Zweitfrüchten nach Tabelle
  • Düngung von Zwischenfrüchten nach 30/60 Regel (30kg NH4 oder 60kg Ngesamt)
  • Zweitfrüchte und Zwischenfrüchte in Roten Gebieten
  • Zweitfrüchte und Zwischenfrüchte in Gelben Gebieten
  • Düngung von Wintergerste im Herbst/Sommer
  • Raps-N min-Simulation

Düngung von Zweitfrüchten nach Tabelle

Früchte, die vor dem 01.08. gesät wurden und ein weiteres Mal im Frühjahr geerntet werden (z.B. Weidelgras nach Gerste)

 

  • Früchte, die nach dem 01.08. gesät wurden und im Frühjahr geerntet werden (z.B. GPS-Roggen vor Silomais)

Tabelle: N-Düngebedarfsermittlung für Zweitfrüchte

Kultur Eintragsniveau 
in dt/ha
TS in %  N-Bedarfswert in kg/ha Zuschlag kg N/ha je 10dt Mehrertrag
Weidelgras
(inkl. Leg bis 30%)
250 20 133 5,3
Kleegras, Gemenge
(30 – 70 % Leg.)
250 20 63 2,5
Kleegras, Gemenge
(> 70 % Leg.)
250 20 0 0
GPS Betreide, GPS Hirse 250 30 120 4,8
Sonstige GPS, Hanf 200 20 64 3,2
Druschfrucht
(≤ 50 % Leg.)
25 86 58 20
Küchenkräuter (Dill, Kerbel, Koriander, Petersilie) 140 9,2 90 5,0

 

Düngung von Zwischenfrüchten nach 30/60 Regel (30kg NH4 oder 60kg Ngesamt)

 

  • Saat bis 15.09.
  • Standzeit mindestens 6 Wochen
  • Dient Zur Etablierung der Kultur
  • Eine Untersaat ist eine Zwischenfrucht, wenn die Deckfrucht vor 15.09. abgeerntet ist, der Pflanzenbestand mindestens 30 Prozent Bodenbedeckung aufweist und sechs Wochen Standzeit hat
  • Zwischenfrüchte mit Leguminosenanteil > 75% (Kö/m²) haben keinen N-Bedarf!

 

Zweitfrüchte und Zwischenfrüchte in Roten Gebieten

  • Der Düngebedarf von Zweitfrüchten ist um 20 % zu kürzen
  • Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen verpflichtend! Ausnahme: Vorfruchternte erst nach 01.10.
  • Zwischenfrüchte ohne Futternutzung dürfen nicht gedüngt werden außer mit bis zu 120kg Ngesamt aus Festmist von Huf- und Klauentieren oder Komposten
    ACHTUNG 170kgN-Grenze!
  • Zwischenfrüchte mit Futternutzung dürfen nach 30/60 gedüngt werden, dies gilt nicht für den Einsatz in Biogasanlagen, ein Anbau zur Futterweitergabe an andere Betriebe ist möglich

Zweitfrüchte und Zwischenfrüchte in Gelben Gebieten

  • Zwischenfruchtanbau vor Sommerungen ist verpflichtend.
    Ausnahme: Vorfruchternte erst nach 01.10.

Düngung von Wintergerste im Herbst/Sommer

  • Nur nach Getreidevorfrucht, Aussaat bis 01.10., nach 30/60 Regel
  • Wenn vorher eine Zwischenfrucht mit sechswöchiger Standzeit angebaut wurde und diese nach 30/60 gedüngt wurde ist eine weitere Düngung nach 30/60 zur Gerste nicht möglich!
  • Im Roten Gebiet ist eine Düngung zur Wintergerste mit praxisüblichen Mengen Festmist von Huf-und Klauentieren unter Einhaltung der Sperrfist möglich

 

Raps-N min-Simulation

  • Muss für jede rote Rapsfläche ermittelt werden, die im Herbst gedüngt werden soll
  • aber es können Bewirtschaftungseinheiten gebildet werden, sodass es max. 3-4 Werte bräuchte, wobei vor dem Hintergrund hoher Düngerpreise eine flächenspezifische Simulation sehr sinnvoll wäre

3 Möglichkeiten der Untersuchung

  • Nmin ( Anmerkung des LKP: Nmin erfasst keine Vorfrucht, weil es kein DSN ist; aber auffällig ist, dass Nmin v.a. dort hoch ist, wo wenig Regen gefallen ist; wer bereits gegrubbert hat, produziert auch hohe Werte)
  • EUF
  • neue Raps-Simulation der LfL (diese finden Sie hier: https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/234905/index.php)

 

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Aufbringungsverbote aufgrund des Bodenzustands

Aufbringungsverbote aufgrund des Bodenzustands

Eine Schönwetterperiode für die erste Düngegabe, lässt derzeit noch auf sich warten, die Befahrbarkeit der Flächen ist zum großteil derzeit nicht gegeben. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

  • Keine Ausbringung bei Überschwemmung und Wassersättigung!
  • Pfützen und sichtlich gesättigte Bodenporen

 

  • Keine Ausbringung bei gefrorenen oder schneebedeckten Böden
  •  Ein leichtes Überfrieren des Bodens über Nacht ist unschädlich, solange der Boden im Laufe des Tages (20cm tief) frostrei ist.
    Diese Regel gilt nur noch in Bayern! Sollte die Regelung über die Maßen ausgenutzt werden, wird Sie mit großer Sicherheit in Zukunft gestrichen werden. Bitte Handeln Sie verantwortungsvoll.

 

Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern einhalten!

 

 

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.:  09127/9548660 (MR)
E-Mail: franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Hinweise zur Herbstdüngung zu Winterraps

Hinweise zur Herbstdüngung zu Winterraps

Winterraps darf in nicht roten Gebieten bis zum 01.10. laut den bekannten Sperrfristregeln nach der 30/60 Regel gedüngt werden.

In roten Gebieten ist eine Düngung (30/60) zu Winterraps bis zum 01.10. nur erlaubt wenn der selbst gezogene Nmin Wert niedriger als 45 kg N/ha ist.

Aktuelle Bodenuntersuchungen der LfL haben ergeben, dass aufgrund der diesjährigen Bedingungen (Witterung, Vegetationsverlauf) in allen Regierungsbezirken sehr wenig verfügbarer Stickstoff im Boden vorhanden ist. Zudem sei eine Bodenuntersuchung aufgrund der anhaltenden Niederschläge und der damit einhergehenden Ernteverzögerung schwer durchführbar.
Aus diesem Grund dürfen im Jahr 2021 ausnahmsweise alternativ die von der LfL ermittelten Werte herangezogen und keine eigene Nmin Beprobung durchgeführt werden. Ausgenommen sind Flächen auf denen Gemüse, Körnerleguminosen, Feldfutterbau oder Qualitätsweizen angebaut wurde, sowie Flächen mit sehr geringen Erträgen z.B. aufgrund von Hagelschlag. Selbst gezogene Nmin Proben unter mit einem Wert von weniger als 45 kg N/ha sind natürlich trotzdem weiterhin gültig, unabhängig von der Vorfrucht. Sollte eine selbst gezogene Nmin Probe allerdings höher sein, kann nicht mehr die Ausnahmeregelung der LfL greifen.

Die Düngebedarfsermittlung für Winterraps muss dann erst vor der Frühjahrsdüngung vorgenommen werden, dabei ist dann aber der selbst gezogene Frühjahrs Nmin Wert zu verwenden.

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Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Hinweise zur Mehrfachantragsstellung und Gebietskulisse

Hinweis zur Mehrfachantragsstellung und der Gebietskulisse in Ibalis

Nach der Neuausweisung der roten und gelben Gebiete wurde die Gebietskulisse in Ibalis hinterlegt. Allerdings ist diese Kulisse statisch und passt sich nicht automatisch an die neuen Mehrfachantragsdaten an. Was beudeutet das jetzt für Sie als Antragssteller im Detail:

Ändert ein Landwirt im Mehrfachantrag 2021 ein Feldstück ab, teilt es, legt Feldstücke zusammen oder ähnliches und erzeugt damit eine neue FID Nummer, kann es passieren, dass aufgrund der Berechnungsmatrix im Hintergrund, die neue FID Nummer anschließend fälschlicherweise als grünes Feldstück angezeigt wird. Es gilt aber weiterhin die Kulisse aus 2020!
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Landwirt die Kulisse aus 2020 irgendwo abspeichern muss. Notieren Sie sich  deshalb vor der Antragsstellung  welche Ihrer Flächen rot sind!

Im Kartenviewer Agrar, soll die Kulisse 2020 weiterhin abrufbar sein, aber nicht mehr im eigenen Mehrfachantrag. Sollten Sie Pachtflächen hinzubekommen und unsicher sein ob das Feldstück jetzt rot, grün oder gelb ist, müssen sie sich diese Information über den Kartenviewer Agrar holen. Sie können nicht mehr automatisch davon ausgehen dass die Gebietskulisse auf dem Feldstück richtig angezeigt wird, wenn Sie nicht sicher wissen ob der Pächter vor Ihnen eine neue FID Nummer erzeugt hat.

Wir sind im engen Austausch mit der LfL und dem Ministerium und hoffen, dass dieser Misstand in naher Zukunft behoben wird.

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

EUF Proben in die Düngebedarfsermittlung integrieren

EUF Proben in das online Düngebedarfsermittlungsprogramm einfügen

In der Vergangenheit war es nicht möglich im Herbst gezogene EUF Proben in das online  Düngebedarfsermittlungsprogramm der LfL zu integrieren. Mit der neuen Version des Programmes ist dies jetzt möglich.

Eine detailierte Schritt für Schritt Anleitung finden sie hier.

 

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Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Neue Basisdaten

Neue Basisdaten von der LfL veröffentlicht

Die Basisdaten laut gelben Heft, die für die Berechnung der Düngebedarfsermittlung, 170- N Berechnung, Lagerraumberechnung und Erstellung der Stoffstromblanz benötigt werden, sind ab sofort nicht mehr gültig.

Die LfL hat neue Basisdaten veröffentlicht, die ab sofort zu nutzen sind. Weitere Basisdaten werden nach und nach in den nächsten Wochen veröffentlicht.
Den Link zu den neuen Basisdaten finden Sie hier.

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Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de