Verschärfungen der Düngeverordnung

Verschärfungen der Düngeverordnung zum Teil bereits in 2020 gültig

Am 27.03.2020 hat der Bundesrat, die im Winter diskutierten, weitreichenden Verschärfungen der Düngeverordnung zugestimmt.

Mit der geplanten Verkündigung der neuen Verordnung Ende April, haben diese Regelungen dann ab dem Veröffentlichungstermin volle Wirksamkeit.
Die umfangreichen Auflagen für rote Gebiete sollen dann erst ab 01.01.2021 Gültigkeit haben.

Folgende Verschärfungen gelten voraussichtlich ab Ende April 2020:

1. Einführung einer schlagbezogenen Aufzeichnung

Düngemaßnahmen müssen innerhalb von 2 Tagen nach der Düngung aufgezeichnet werden. Folgende Daten sind zu dokumentieren:

  • Eindeutige Bezeichnung des Schlages oder der Bewirtschaftungseinheit.
  • Größe des Schlages
  • Die Art des aufgebrachten Düngers (organisch und mineralisch)
  • Die aufgebrachte Menge an Gesamtstickstoff und Phosphor, bei organisch –mineralischen Düngemitteln auch die Menge an verfügbarem Stickstoff (NH4-N)

Bei Weidehaltung muss die Zahl der Weidetage sowie die Art und Zahl der auf der Weide gehaltenen Tiere nach Abschluss der Weidehaltung angegeben werden.

Die aufgebrachten Mengen der Nährstoffe sind bis zum Ablauf des 31.03.2021 zu einer jährlichen betrieblichen Gesamtsumme des Nährstoffeinsatzes zusammenzufassen.

Von der Aufzeichnung befreit sind folgende Betriebe:

  • Betriebe mit weniger als 15 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche, die höchstens 2 ha Gemüse, Hopfen, Wein oder Erdbeeren anbauen und einen jährlichen Nährstoffanfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von 750 kg N /Betrieb aufweisen, sowie keine fremden Wirtschaftsdünger oder Gärreste aufnehmen.

Eine Formvorschrift der Aufzeichnungen gibt es bisher nicht. Die Daten können über EDV- Programme (Ackerschlagkartei oder ähnliches) oder handschriftlich erfolgen.

Einen Vorschlag zur Dokumentation dieser Daten, das den Vorgaben der neuen Düngeverordnung genügt, finden sie hier.

2. Verschärfung der Gewässerabstände

3. Beschränkung flüssiger Wirtschaftsdünger

Maximale Düngungshöhe auf Grünland und mehrjährigem Ackerfutter ab 01.09. bis zu Beginn der Sperrfrist maximal 80 kg/ha Gesamt N.

4. Düngebedarfsermittlung für Zweitfrüchte (wird noch diskutiert)

Die für die Hauptfrüchte 2020 erstellten Düngebedarfsermittlungen sollen weiterhin Gültigkeit haben. Allerdings wurde im Rahmen der Verschärfung der DÜV bei Wirtschaftsdüngern die Anrechnung  von Ausbringverlusten gestrichen, sowie die Mindestwirksamkeit auf Ackerland um 10% erhöht. Sollten diese Verschärfungen bereits für die Düngung von Zweitfrüchten in diesem Jahr gelten, wird die LFL ein entsprechend geändertes Excel Programm zur Verfügung stellen

In den nächsten Tagen erwarten wir weitere Infos vom Staatsministerium. Wir halten Sie natürlich weiterhin auf dem Laufenden. Bei Rückfragen melden Sie sich gerne telefonisch bei uns in der Geschäftsstelle, wir helfen Ihnen gerne weiter.

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Download

Muster zur Aufzeichnung der Düngemaßnahmen 2020 finden sie hier.

Corona-Hinweis

Hinweise zu Corona

Liebe Mitglieder!

die Bayerische Landesregierung hat eine Ausgangssperre verhängt, die ab dem 20.03.2020 in Kraft tritt und bis auf weiteres 2 Wochen gültig ist.
Aus diesem Grund, weisen wir nochmals darauf hin, dass unsere Geschäftsstelle derzeit für Kundenverkehr geschlossen ist!

Wir sind weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten telefonisch und per Mail erreichbar.
Wenn Sie Unterlagen in der Geschäftsstelle abgeben möchten, schmeißen Sie diese bitte in unseren Briefkasten. Über unsere Klingelanlage können Sie mit uns kommunizieren und uns mitteilen, dass Sie etwas abgegeben haben.
Wenn Sie etwas aus der Geschäftsstelle abholen möchten, melden Sie sich bitte vorher telefonisch in der Geschäftsstelle, unsere Mitarbeiter legen die Dokumente oder Waren dann vor der Tür für Sie bereit.

Wir bitten Sie nachdrücklich, sich an diese Maßnahmen zu halten. Nur so ist gewährleistet, dass die Geschäftsstelle weiterhin für Sie geöffnet und erreichbar bleiben kann!

Je besser die Maßnahmen von allen umgesetzt werden, desto schneller können wir wieder zum Normalbetrieb übergehen. Wir müssen in dieser schwierigen Zeit, mehr denn je aufeinander achten.

Bleiben Sie gesund !

Ihr Maschinenring – Team

Kontakt

Rainer Tiefel

Tel.:      09127/ 9548660
E-Mail: rainer.tiefel@mr-fuerth.de

Bodennahe Gülleausbringung

Bodennahe Gülleausbringung

 

Ab 2020 müssen gemäß § 6 (3) DÜV flüssige organische Düngemittel, die einen wesentlichen Gehalt an verfügbarem Stickstoff haben (z. B. Gülle), auf bestelltes Ackerland streifenförmig aufgebracht oder direkt in den Boden eingebracht werden.

Für Grünland oder mehrschnittigen Feldfutterbau gelten die Vorgaben ab 2025.

 

Ausnahmen für kleine Betriebe (streifenförmige Ablage nicht notwendig)
Betriebe mit weniger als 15 ha landwirtschaftliche genutzte Fläche sind von der bodennahen Ausbringung befreit.

Bei der Grenze < 15 ha landwirtschaftliche genutzte Fläche bleiben folgende Flächen unberücksichtigt (DüV § 8 (6) 1 und 2):

  • Flächen, auf denen nur Zierpflanzen oder Weihnachtsbaumkulturen angebaut werden, Baumschul-, Rebschul-, Strauchbeeren- und Baumobstflächen, nicht im Ertrag stehende Dauerkulturflächen des Wein- oder Obstbaus sowie Flächen, die der Erzeugung schnellwüchsiger Forstgehölze zur energetischen Nutzung dienen,
  • Flächen mit ausschließlicher Weidehaltung bei einem jährlichen Stickstoffanfall (Stickstoffausscheidung) an Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von bis zu 100 Kilogramm Stickstoff je Hektar, wenn keine zusätzliche Stickstoffdüngung erfolgt,
  • Grünlandflächen mit einer Hangneigung > 20 % auf mehr als 30 % der Fläche.

 

Sonstige Ausnahmen:
Flächen mit Baumobst sind von der streifenförmigen Ausbringung befreit.

 

Quelle: Lfl, https://www.lfl.bayern.de/iab/duengung/032173/index.php

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.: 09127/95 48 660
E-Mail:  franziska.wollandt@mr-fuerth.de

Gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

Gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen

Parlamentarischer Abend der fränkischen Maschinenringe in München

 

Gemeinsam die Zukunft gestalten – unter diesem Motto haben die sieben fränkische Maschinen- und Betriebshilfsringe (MR Franken Mitte, MR Fürth, MR Landkreis Ansbach, MR Regnitz-Franken, MR Roth und MR Weißenburg-Gunzenhausen) am 22. Oktober die Politiker in die Pfalzstube im Maximilianeum eingeladen.  Die Maschinenringe haben bei ihrem ersten Parlamentarischen Abend in München, den Politikern die Aufgaben und die Bedeutung der Maschinenringe für die regionale Landwirtschaft und für die Gesellschaft vermittelt. Gut 15 Landtagsabgeordnete (MdLs) und Agrarsprecher der Regierungsparteien waren der Einladung gefolgt und diskutierten die Vorschläge der Maschinenringe, wie aktuelle Anforderungen der Gesellschaft in Teilbereichen umgesetzt werden können ohne die Betriebe zu überfordern.

 

In einem ausführlichen Vortrag hat Manuel Burger (Geschäftsführer MR Franken Mitte e.V.), die Bedeutung der Maschinenringe beim Einsatz von umweltschonenden aber teuren landwirtschaftlichen Maschinen dargestellt und Möglichkeiten aufgezeigt, die Herausforderungen der neuen Düngeverordnung gemeinschaftlich zu meistern. Frau Franziska Wollandt (stellvert. Geschäftsführerin MR Fürth e.V.) stellte ein mögliches Pilotprojekt zum Aufbau einer Organisation zur koordinierten Landstreifenpflege vor, das auf der bestehenden Vernetzung der Maschinenringe aufgebaut werden kann. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des ländlichen Raumes ist die Sicherung der Zuerwerbsmöglichkeiten für Landwirte. Was die Maschinenringe hier bereits leisten, hat Manfred Utz Geschäftsführer MR Maschinenring Franken GmbH dargestellt. Hier appellierte er an die Politiker keine zusätzlichen Hürden bei der Vergabe der Aufträge aufzubauen.

 

MdL Volker Bauer lobte die Vorstellung: „wir sind offen für kreative Lösungen und freuen uns, wenn wir die Themen weitertragen können“ – meinte er in seinem Statement. In einer sehr positiven und regen Diskussion wiesen die Vertreter der Maschinenringe die anwesenden Landtagsabgeordneten auf wichtige Handlungsfelder hin und bekamen Unterstützung zugesichert. Die Teilnehmer haben beschlossen, die weiteren Schritte gemeinsam zu gestalten. Um den „Bayerischen Weg“ der Agrarpolitik mit einer bäuerlichen Landwirtschaft ohne Strukturbruch fortzuführen, ist eine weitreichende Unterstützung durch die Politik notwendig. Die Maschinenringe brauchen für Ihre Mitglieder unterstützende Rahmenbedingungen in der überbetrieblichen Zusammenarbeit und diese sollen in Franken als Pilotprojekte geschaffen werden.

 

 

Kontakt

Rainer Tiefel

Tel.:      09127/ 9548660
E-Mail: rainer.tiefel@mr-fuerth.de

Mähdrescher – Erlass Bayern

Überbreite landwirtschaftliche Maschinen im Straßenverkehr: Mähdrescher – Erlass Bayern

Bei den Regelungen zur Teilnahme am Straßenverkehr für selbstfahrende Arbeitsmaschinen und überbreite landwirtschaftliche Maschinen (breiter 3 Meter) werden sich zum Jahreswechsel voraussichtlich nachfolgend dargestellte Änderungen ergeben (Stand Dezember 2019):
Der bisherige Bayern-Erlass (Mähdrescher-Erlass) für überbreite Technik über 3 Meter wird mit einer Pflicht zur Stellung eines Begleitfahrzeuges auf öffentlichen Straßen erweitert. Inwieweit befreiende Regelungen für vorhandene Fahrzeuge erteilt werden, ist abhängig vom jeweiligen Landratsamt. Dieses Begleitfahrzeug wird ein Hinweisschild brauchen und möglichst sichtbare Beleuchtung (Rundumleuchte etc. Achtung, auf die Zulassung der Beleuchtung für diese Zwecke ist zu achten! ) Bei selbstfahrenden Arbeitsmaschinen unter < 3 Meter Breite wird weiterhin kein Bayernpaket (Beklebung, Beleuchtung etc.) notwendig sein.

Achtung: Grundsätzliches zum Landwirtschaftlichen Verkehr! Immer wieder sieht man landwirtschaftliche Fahrzeuge, die so verdreckt unterwegs sind, dass die Beleuchtung kaum zu erkennen ist. Es ist wichtig die Fahrzeuge sauber zu halten! Auch Abdeck- und Schutzeinrichtungen sind bei der Straßenfahrt erforderlich. Viele Traktoren besitzen inzwischen eine oder zwei Rundumleuchten. Diese sollten im Normalbetrieb ausgeschalten und wenn möglich eingeklappt sein. Diese Lampen sind nur dafür da, um auf Gefahrenstellen hinzuweisen, z.B. wenn die Straße verschmutzt ist, und diese gerade vom Landwirt gereinigt wird, kann die Rundumleuchte vom Traktor eingeschalten werden. Eine einfache Straßenfahrt ist keine Gefahr auf die extra hingewiesen werden muss! Das Einschalten der Rundumleuchte ohne Grund, wird von der Polizei zunehmend kritisiert und sanktioniert. Ist die Leuchte nachträglich angebracht worden und nicht im Fahrzeugschein vermerkt, so ist das im schlimmsten Falle eine Fahrt ohne gültige Betriebserlaubnis!

Kontakt

Franziska Wollandt

Tel.:  09127/9548660 (MR)
E-Mail: franziska.wollandt@mr-fuerth.de