Sanktionen bei Direktzahlungen vermeiden – Jetzt handeln

Ergebnisse der Satelliten-Flächenkontrollen sind verfügbar. Korrekturen sind
bis 31. Oktober vorzunehmen. 

Wer wegen der Flächennutzung 2022 Sanktionen vermeiden will, sollte sich in den nächsten Tagen Zeit nehmen.

Wie das Agrarministerium in München mitteilt, ist ab sofort im Serviceportal iBALIS (www.ibalis.bayern.de) das Ergebnis der Satelliten-Flächenkontrollen unter dem Menüpunkt „Kontrolle“ die Anzeige „FMS-Ergebnisübersicht“ freigeschaltet. Das Ministerium empfiehlt allen bayerischen Landwirten, sich hier baldmöglichst für ihren Betrieb zu informieren.

Der Freistaat führt die Flächenkontrollen bei landwirtschaftlichen Betrieben seit diesem Jahr mit Hilfe von Satellitendaten durch. Ein Vorteil dieses sogenannten Flächenmonitoring-Systems (FMS) ist es laut Ministerium, dass Antragsteller auf die Feststellungen aus der Analyse der Sentinel-Satellitendaten reagieren und damit vor allem rechtzeitig Sanktionen vermeiden können.

Ampeln zeigen Handlungsbedarf

Laut Ministerium kann der Landwirt schnell erkennen, ob die Voraussetzungen erfüllt sind oder ob er tätig werden muss: Wenn für alle Flächen seines Betriebs „grüne Ampeln“ angezeigt werden, hat er die Bedingungen für die beantragte Fördermaßnahme erfüllt. Er muss dann nichts weiter unternehmen.

Sind für einzelne Flächen allerdings „rote Ampeln“ zu sehen, sollte er bis spätestens 31. Oktober geändert haben.

Betriebe dessen Mehrfachantrag über uns gestellt wurde, haben wir bereits auf Unstimmigkeiten geprüft. Sollten Sie keine Mitteilung erhalten haben, sind keine Unstimmigkeiten vorhanden. (Dies betrifft Mitglieder/Kunden dessen Antrag über den MR gestellt wurde). Bei Fragen oder Unklarheiten, können Sie sich gerne in der Geschäftsstelle melden.

Wird wegen nicht erkannter Mindesttätigkeit auf Brachen oder auf Dauer-/Grünlandflächen eine „gelbe“ oder „rote Ampel“ ausgewiesen, kann der Landwirt diese fehlende Mindesttätigkeit noch bis 15. November auf der Fläche erbringen. Ist das mittlerweile geschehen, muss er nichts weiter unternehmen.

Landwirte in Kontrollstichprobe können nichts mehr ändern

Bei Betrieben in der Kontrollstichprobe für Förderbedingungen, die nicht durch Satellitendaten überprüft werden können, enthält die oben genannte Seite im iBALIS auch diese Ergebnisse. Aufgrund EU-rechtlicher Vorgaben kann der Landwirt allerdings auf diese Feststellungen hin den Sachverhalt nicht mehr bereinigen.

Autor: Josef Koch, Wochenblatt

Quelle: https://www.wochenblatt-dlv.de/feld-stall/betriebsfuehrung/sanktionen-direktzahlungen-vermeiden-handeln-570720 

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